Windchill-Rechner

Verwende Temperatur und Wind vom selben Ort und Beobachtungszeitpunkt.

Anleitung

Verwende Temperatur und Wind vom selben Ort und Beobachtungszeitpunkt.

Schritt 1

Lufttemperatur einstellen

0°C

Festes Beispiel

Wähle °C oder °F. Der Einheitenwechsel erhält den physikalischen Wert.

Schritt 2

Mittleren Wind eingeben

20 km/h

Festes Beispiel

Wähle km/h, mph, m/s oder Knoten. Verwende nicht nur die stärkste Böe.

Schritt 3

Gültigkeitsbereich prüfen

−5.2°C

Festes Beispiel

Windchill gilt nur bis 50°F und über 3 mph; sonst wird die Lufttemperatur angezeigt.

LufttemperaturLuftbewegungWärmeverlust der Haut
Wind trägt erwärmte Luft an der Haut ab. Die gemessene Lufttemperatur bleibt unverändert.

Praktische Anwendungen

Arbeitsweg

Für den Arbeitsweg im Winter zählt die Vorhersage für die Zeit, in der du gehst oder wartest. Bei 0°C ergeben 10 km/h etwa −3,3°C Windchill, 20 km/h auf einer offenen Brücke etwa −5,2°C. Damit vergleichst du die Windexposition, nicht zwei unterschiedlich kalte Luftmassen.

Eine geschützte Haltestelle kann die sinnvollere Änderung sein als ein etwas späterer Weg bei gleichem Wind. Ohne örtliche Messungen bleiben die Windwerte Szenarien. Der Rechner kennt weder die Gebäude noch den Windschutz entlang deiner Strecke.

Arbeit im Freien

Vergleiche bei einer Tätigkeit im Freien Temperatur und mittleren Wind derselben Vorhersagestunde. Halte eine Einstellung für den offenen Arbeitsbereich und eine für den geschützten Vorbereitungsbereich fest. Ein exportierter Bericht macht die Eingaben und das Verfahren nachvollziehbar; ein einzelner Wert zur gefühlten Temperatur tut das nicht.

Nasse Arbeiten oder Arbeiten in der Höhe können von den Bedingungen an der Wetterstation abweichen. Der Rechner wählt keine Kleidung, Pausen oder zulässige Aufenthaltsdauer. Nutze den Vergleich, um die Punkte zu erkennen, die nach den geltenden betrieblichen Verfahren geprüft werden müssen.

Wetterunterricht

Lass im Unterricht 0°C eingestellt und ändere nur den Wind: 10, 20 und 40 km/h. Lass die nächste Veränderung zunächst schätzen. Der Abstand zur Lufttemperatur wächst, aber eine Verdopplung des Windes verdoppelt ihn nicht.

Wechsle anschließend 20 km/h zu m/s und die Temperaturskala, ohne die Zahl erneut einzugeben. Die physikalische Situation bleibt gleich. So lassen sich eine veränderte Wetterbedingung, eine andere Einheit und eine auf eine Nachkommastelle gerundete Anzeige auseinanderhalten.

Windchill-Beispiel bei 0°C und 20 km/h Wind
Bei 0°C und 20 km/h ergibt das Beispiel einen Windchill von etwa −5,2°C (22,6°F). Der Wert beschreibt den Wärmeverlust unbedeckter Haut; die Lufttemperatur bleibt 0°C.

Messwerte für dieselbe Exposition auswählen

Gib die Lufttemperatur ein, nicht die gefühlte Temperatur einer Wetter-App. Letztere kann bereits korrigiert sein; als Eingabe würde sie erneut angepasst. Verwende den mittleren Wind desselben Orts und Zeitpunkts. Die niedrigste Tagestemperatur und die stärkste Nachmittagsböe müssen nicht zusammen aufgetreten sein.

Gebäude, Bäume und Geländekanten verändern den örtlichen Wind. Eine Station beschreibt nicht jede Straßenecke. Rechne bei unsicherer Exposition mit zwei ausdrücklich bezeichneten Szenarien, statt eine scheinbar genaue geschützte Windgeschwindigkeit zu erfinden. Für einen Vergleich des Windschutzes bleibt die Temperatur gleich; für verschiedene Stunden gehören jeweils beide Werte zusammen.

Das NWS-Modell überträgt Windmessungen in der üblichen Messhöhe bereits auf Bedingungen in Gesichtshöhe. Eine zusätzliche geschätzte Höhenkorrektur ist deshalb keine unveränderte Anwendung des Standardindex. Eine Handmessung direkt an einer Wand kann örtlich hilfreich sein, ist aber nicht ohne Weiteres mit einem repräsentativen Stationswert vergleichbar. NWS-Erläuterung zur Windmessung und zum Gesichtsmodell.

Vom Kühlversuch zum Gesichtsmodell

Der Index beschreibt Wärmeübertragung, keine zweite Lufttemperatur. Wind stört die warme Luftschicht an unbedeckter Haut; an einer geschützten Haltestelle kann der Wärmeverlust deshalb anders sein.

Der NWS führte den überarbeiteten Index am 1. November 2001 ein. Er bezieht Windmessungen in Standardhöhe auf ein erwachsenes Gesicht und setzt keine Erwärmung durch Sonne voraus.

Die amtliche Änderungsmitteilung erläutert das einheitliche Modell und die niedrigere Schwachwindgrenze. Kleidung, Nässe und individuelle Eigenschaften werden nicht eingegeben. NWS-Mitteilung zum Index von 2001.

Ein Beispiel ohne Scheingenauigkeit

Bei 0°C und 20 km/h ergibt sich etwa −5,2°C. Die Differenz von −5,2 Celsiusgraden entspricht −9,4 Fahrenheitgraden: Bei Differenzen entfällt der Temperaturversatz von 32 Grad.

Bei genau 3 mph ist die Standardformel nicht definiert. Die Anzeige kennzeichnet dann die Lufttemperatur. Eine Leitung wird durch Wind allein nicht kälter als die umgebende Luft. NWS-Formel, Grenzen und Erklärung zur Objekttemperatur.

Wind, Einheiten und Temperaturabstand vergleichen

Im festen Vergleich unten ändert sich nur der Wind. Von 10 auf 20 km/h sinkt der Index um etwa 1,9°C, von 20 auf 40 km/h nochmals um etwa 2,2°C. Der ursprüngliche Abstand verdoppelt sich in keinem der beiden Schritte. Der gebrochene Exponent V^0.16 in der Formel erklärt, warum eine lineare Faustregel nicht passt.

Die Abweichung bedeutet Index minus Lufttemperatur. Bei 0°C und 20 km/h liegt der Schätzwert um 5,2 Celsiusgrade niedriger. Dieser Abstand entspricht etwa −9,4°F, nicht 22,6°F. Die Addition von 32 gehört nur zur Umrechnung einer Temperatur, nicht eines Temperaturunterschieds.

20 km/h entsprechen ungefähr 12,43 mph, 5,56 m/s und 10,80 Knoten. Der Einheitenwähler rechnet den vorhandenen Wert um. Wenn du nach dem Wechsel zu mph wieder 20 eingibst, vergleichst du stärkeren Wind und nicht dieselbe Situation in einer anderen Einheit.

Festes Beispiel: Lufttemperatur 0°C, nur der mittlere Wind ändert sich
WindWindchillAbweichung zur Luft
10 km/h−3,3°C−3,3°C
20 km/h−5,2°C−5,2°C
40 km/h−7,4°C−7,4°C

Gerundete Rechenbeispiele, keine aktuellen Messungen oder persönliche Vorhersage.

Unerwartete Ergebnisse prüfen und dokumentieren

Zeigt das Ergebnis nur die Lufttemperatur, prüfe zuerst den Gültigkeitsbereich. Genau 50°F beziehungsweise 10°C sind eingeschlossen, genau 3 mph dagegen nicht. 3 mph entsprechen 4,828032 km/h. Eine gerundete Anzeige nahe dieser Grenze kann verdecken, auf welcher Seite der ursprüngliche Wert liegt. Die Entscheidung erfolgt vor der Anzeigerundung.

Ein leeres Feld ist keine Null. Gib Zahlen ohne Einheitensuffix ein und nutze die Einheitenwähler. Eingaben leeren entfernt die Werte; Beispiel zurücksetzen lädt die Demonstration und kein örtliches Wetter. Ergebnis anzeigen führt zum Ergebnisbereich. Die Rechnung aktualisiert sich bereits beim Ändern eines Werts.

Ergebnis kopieren liefert einen lesbaren Bericht, Text herunterladen eine Datei und Einstellungen teilen einen Link mit Werten und Einheiten. Dieser Link hält ein Szenario fest; er aktualisiert keine Vorhersage. Ergänze Beobachtungszeit und Quelle selbst. Die Eingaben werden nicht im Browserspeicher gespeichert. Bewahre einen Bericht oder Link auf, wenn du die Werte später brauchst.

Bei Abweichungen zu einem anderen Rechner prüfe zunächst Lufttemperatur, mittleren Wind, Einheiten und Formel. Andere Wetterdienste können einen anderen Index verwenden, und ganzzahlige Tabellen runden Details weg. Gleiche Modelle und Eingaben sind für den Vergleich wichtiger als die letzte Nachkommastelle.

Methode und Grenzen

Die Eingaben werden vor der NWS-Berechnung in Fahrenheit und mph umgerechnet. Die Bereichsprüfung nutzt ungerundete Werte; gerundet wird erst die Anzeige. Zulässig sind −80 bis 60°C und 0 bis 150 mph, ohne Genauigkeitsgarantie für den gesamten Eingabebereich.

WCT = 35.74 + 0.6215T − 35.75V^0.16 + 0.4275TV^0.16; T[°F], V[mph]

Die Formel gilt bis 50°F und über 3 mph ohne Sonnenerwärmung. Sie misst keine Körpertemperatur und bestimmt weder sichere Aufenthaltsdauer noch persönliche Verletzungszeiten. Gelände, Schutz und nasse Kleidung bleiben wichtig.

Testmethodik

Rechenfehler melden

Nenne Temperatur, Wind, Einheiten, Beobachtungszeit und Vergleichsrechnung. Prüfe zuerst ungerundete Werte und mittleren Wind. Private Ortsangaben sind meist nicht erforderlich.

Korrekturrichtlinie

Fragen und Antworten

Kann Windchill eine Leitung bei positiver Lufttemperatur gefrieren lassen?

Wind allein beschleunigt die Abkühlung auf Lufttemperatur, nicht darunter. Windchill ist ein Hautindex, keine Temperaturprognose für Leitungen.

Warum wird außerhalb des Formelbereichs nur die Lufttemperatur angezeigt?

Der NWS definiert Windchill nur bis 50°F und über 3 mph. Die Anzeige kennzeichnet den Ersatzwert ausdrücklich.

Soll ich Böen oder mittleren Wind verwenden?

Für die repräsentative Rechnung eignet sich der mittlere Wind. Eine Böe kannst du als gesondertes, bezeichnetes Szenario eingeben, um stärkeren Wind zu vergleichen. Ersetze damit nicht kommentarlos den Mittelwert. Der Rechner mittelt keine Böenreihe und berücksichtigt nicht, wie lange einzelne Böen anhalten.

Kann ich die gefühlte Temperatur einer Wetter-App eingeben?

Nein, verwende deren gemessene oder vorhergesagte Lufttemperatur. Die gefühlte Temperatur kann Wind, Feuchte oder ein anderes Modell bereits enthalten. Als Eingabe würde sie erneut korrigiert. Prüfe bei Abweichungen die Indexdefinition und denselben Beobachtungszeitpunkt, bevor du einen Rechenfehler vermutest.

Wie berücksichtige ich Sonnenschein?

Die Formel setzt keine solare Erwärmung an und hat keinen Sonnenregler. Addiere keinen frei geschätzten Zuschlag. Beurteile Sonne, Schatten und Windschutz entlang des tatsächlichen Wegs und unterscheide diese Beschreibung vom angezeigten Standardindex.

Warum gibt es an einem kalt empfundenen Tag keinen Windchill-Wert?

Kälteempfinden reicht über den definierten Bereich hinaus. Über 10°C oder bei höchstens 3 mph zeigt dieses Tool die Lufttemperatur an. Das ist eine Modellgrenze und keine Aussage, dass es angenehm ist oder dass keine Vorsichtsmaßnahmen erforderlich wären.

Warum verändert das Runden einer umgerechneten Eingabe das Ergebnis?

Die Umrechnung kann mehr Stellen enthalten als die Ergebnisanzeige. 12 statt 12,4274 mph ist ein anderer Windwert und kann auch eine Grenzentscheidung verändern. Lass den umgerechneten Feldwert für einen Einheitenvergleich unverändert; runde gegebenenfalls erst den Bericht.

Kann ich Kleidung oder Fahrradgeschwindigkeit einrechnen?

Dafür gibt es keine Einstellung. Fahrgeschwindigkeit plus gemeldeter Wind ergibt nicht generell die Anströmung des Gesichts, denn auch die Richtung zählt. Nutze den Standardindex als Wetterkontext, nicht als persönliches Modell für Radfahrer, bedeckte Haut oder Schutzausrüstung.